selbstbedienung der vorstände (Sonstige Themen)

frechdachs @, (vor 6231 Tagen)

traurig aber wahr, was heute wieder mal aufgedeckt wurde. Wir bekommen fast nichts mehr bezahlt, der Arzt muss schauen, wie er über die Runden kommt, und der Chef bzw. die Chefs der Krankenkassen bedienen sich. Ist das noch gerecht? Wir müssen vor allem nächstes Jahr bluten-und die oben holen sich Schockolade über die Mitgliederbeiträge, Viagra gibts umsonst. Zweifelt man da doch an den Krankenkassen? Oder gehts nur mir so?

Re: selbstbedienung der vorstände

Silke Jakowiak, (vor 6231 Tagen) @ frechdachs

Naja - irgendwo hast Du ja recht..... ist schon recht heftig was da so passiert.

In Anbtracht der Tatsache, das Krankenkassen Behörden sind verstehe ich sowieso nicht, warum da Gehälter ausserhalb der Beamten- bzw. Angestelltenbezahlung gezahlt werden.

10.000 EUR pro Monat sind schon verdammtz viel Geld, damit sollte auch schon der Amtsvorsteher einer Krankenkasse hinkommen. Und sein Viagra sei ihm gegönnt, das macht den Kohl dann auch nicht mehr fet.

Re: selbstbedienung der vorstände

Leta Teta, (vor 6210 Tagen) @ Silke Jakowiak

Ja natürlich gibts da zweifel! Das ist ja mehr als ungerecht was die sich da erlauben, hauptsache die mitarbeiter müssen hart arbeiten. Da wünscht man sich doch selbst mal Chef zu sein, und die mal rum zu kommandieren...
Aber ich verstehe dich frechdachs, nur wenn man zu viel dazu sagt, kann das einem sogar den Job kosten.
Wünsch dir aber weiterhin alles Gute..
Liebe Grüße..
Leta Teta

Re: Selbstbedienung der Vorstände

Sebastian Gruebner, (vor 6228 Tagen) @ frechdachs

In der heutigen Bild am Sonntag ist ein Überblick der Bezüge der Krankenkassen-Chefs.

Da geht es schon um recht heftige Beträge - Spitzenreiter ist der DAK-Chef mit 223.963 EUR jährlich.

"Vergessen" wurde die TK - laut Focus soll der Chef 216.730 EUR bekommen und wäre damit zweiter in der Liste.

Und was steht auf der Internetseite der TK??

Zum vierten Mal hat die Techniker Krankenkasse in Kooperation mit BILD am SONNTAG den Gesundheitspreis "pulsus" vergeben.

"Honi soit qui mal y pense" - da wird man schon mal vom Redakteur vergessen - oder wie der Lateiner sagt "Manus manum lavat" - "Eine Hand wäscht die andere".

Faszinierend ist auch, dass der befragte Ex-Kassenvorstand (BKK Delphi) einräumt privat versichert zu sein - eine echte Stütze der Solidargemeinschaft.

Re: Selbstbedienung der Vorstände

ichweissbescheid, (vor 6226 Tagen) @ Sebastian Gruebner

Die TK gibt das Vorstandgehalt nicht preis und weigert sich weiter vehement. Das Vorstandsgehalt soll bei 225.000 EUR p.a. liegen.

Was ich aber nicht verstehen kann: Wie setzt sich das Jahresgehalt des Vorstands der BKK sports direkt mit 4.150 EUR zusammen. Vielleicht kann das einer erläutern?

iwb

Re: Selbstbedienung der Vorstände

Agion, (vor 6226 Tagen) @ ichweissbescheid

Der Vorstandsvorsitzende der sportsdirekt ist ebenfalls Vorstandsvorsitzender der BKK Essanelle und bekommt daher schon ein ordentliches erstes Gehalt.

Re: Selbstbedienung der Vorstände

ichlachmichschlapp, (vor 6225 Tagen) @ Agion

Hallo,

bitte nicht falsch verstehen, aber wie immer ist die Diskusion sehr polemisch. Denn natürlich sind nicht alle Krankenkassenvorstände gleich und haben das verbockt.

Hier gehts hauptsächlich um 1 Krankenkasse. Die ehemalige BKK Delphi (Viagra, Türk. Massagen usw.). Selbstverständlich werden Entscheidungsträger auch bei Krankenkassen verhätschelt. Was glaubt Ihr denn was bei anderen vergleichbaren Einrichtungen (Krankenhäuser, Sparkassen, Behörden, sogar Stiftungen) üblich ist.

Zur Gehaltsdiskussion nur eins. Wenn ein Vorstand einer Ersatzkasse Gelder in Milliardenhöhe verantwortet sollte das Gehalt auch im Verhältnis stehen. Die Sparkassenmanager erhalten wesentlich mehr und haben unser aller Geld in Immobilienspekulationen verloren. Wollen wir denn wirklich Beamtenvergütungen? Dann bekommen wir auch nur noch Beamte, welche eine KK leiten. Und dann gute Nacht!

Natürlich ist das viel Geld im Verhältnis zum Normalverdiener. Aber sind wir nicht auch ab und an nur neidisch auf den Vedienst.

Re: Selbstbedienung der Vorstände

frechdachs @, (vor 6225 Tagen) @ ichlachmichschlapp

ichlachmichschlapp-ich denke, im gewissen sinne haste schon recht, allerdings kanns halt nur nicht sein (egal ob als vorstand bei der sparkasse, als VW Vorstand usw), dass es einer Firma oder Krankenkasse nicht gut geht, die leute entlassen werden, diese dann an ihrem existenzminimun knabbern, und die Herren oben sich noch Geld an Land ziehen. Das ist es, was einen aufregt. Der kleine unten bekommt 1,2 Prozent mehr- der obere auch, allerdings ist es ein unterschied ob von 1000 euro oder von 10.000 euro. Und wenn es halt mal nicht so läuft, sollten die oben auch auf was verzichten. Aber das gegenteil passiert. Die Arbeiter werden entlassen, und die oben kassieren mehr. Und wenn ich sehe, dass die Beiträge alle erhöht werden, weil das Geld nicht reicht........ und damit die Vorstände wieder mehr Geld bekommen, das muss einem ja aufstossen.

Re: Selbstbedienung der Vorstände

ichweissbescheid, (vor 6225 Tagen) @ frechdachs

Würdet Ihr auch alle so reden, wenn Ihr da oben die Großverdiener wäret? Ich denke: NEIN!

Also warum debattieren?

Re: Selbstbedienung der Vorstände

frechdachs @, (vor 6225 Tagen) @ ichweissbescheid

dann natürlich nicht-nur....wir sind keine Großverdiener, also können wir auch drüber schimpfen*g*.

Re: Selbstbedienung der Vorstände

ichweissnochmehr, (vor 6224 Tagen) @ ichweissbescheid

@ichweissbescheid

Da haben Sie vollkommen Recht. Also wenn Ihnen irgendjemand von hinten mit einem Knüppel eine überbrät und Sie dann bis auf die Unterwäsche auszieht, warum sollen wir darüber debattieren?

Wissen heißt nicht zwangsläufig, dass man auch denken kann.

Re: Selbstbedienung der Vorstände

Angulla Schmidt-Merkel, (vor 6223 Tagen) @ ichweissnochmehr

Und solange die oberen Zehntausend in diesem unserem Lande dem Rest der Gesellschaft noch die Unterwäsche lassen und bei uns niemand verhungern muss, ist doch tatsächlich alles in "demokratischer" Ordnung. Das gilt nicht nur für die Gesundheitspolitik bzw. die gesetzliche Krankenversicherung.

Re: Neid oder Raffgier?

ichweissnochmehr, (vor 6223 Tagen) @ ichlachmichschlapp

@ichweissbescheid

Das Gegenstück zu "Neid" ist Raffgier. Ganz offensichtlich finden Sie es gut, dass Vorstände wie Herr Ackermann, Herr Zumwinkel und andere sogenannte "Top-Manager" ständig Wasser und Lohnverzicht predigen und dass wir den Gürtel enger schnallen müssen, aber sich selbst nur den allerfeinsten Champagner kübelweise in den Hals schütten. Wer Raffgier sät, darf sich nicht darüber wundern, wenn er Neid erntet.

Und jetzt kannste dir schlapp lachen. Lachen ist bekanntlich gesund. Das entlastet die Krankenversicherung.

Re: Neid oder Raffgier?

ichweissbescheid, (vor 6223 Tagen) @ ichweissnochmehr

@ichweissnochmehr
Es liegt doch in der Natur des Menschen begraben; nur weil ich hier äussere was völlig logisch ist, heisst es nicht, dass ich das gut finde.

Wünschen Sie eher, dass Ihr Nachbar 5 Mio im Lotto gewinnt, oder wäre es angenehmer SIE gewinnen diese 5 Mio. ?

Beispiel:

Ein Schüler hat 50 EUR im Monat - ne Menge Geld denkt der Schüler. Er beginnt eine Ausbildung und hat 650 EUR im Monat - cool denkt der Azubi. Ausbildung beendet - Übernahme als Facharbeiter, nun hat er 2000 EUR im Monat - der Wahnsinn, sein Standard steigt. Er macht zusätzliche Ausbildungen und wird Abteilungsleiter, verdient nun 4500 EUR im Monat, auch die gibt er aus jeden Monat, er leistet sich ein gutes Leben. Er bildet sich weiter und verdient nun 7000 EUR pro Monat und besitzt einen Benz als Firmenwagen. Er leistet sich ein EFH und viel viel Luxus. Er wird Geschäftsführer und verdient 10000 EUR plus Tantiemen. Auch die gibt er aus, sein Standard und Ansprüche steigen weiter an. Er bekommt als erfolgreicher Arbeitgeber ein Angebot für einen Vorstandsposten. Er nimmt ihn an. Ist das Raffgier?

Noch Fragen?

Re: Märchen aus 1001-Nacht

ichweissnochmehr, (vor 6223 Tagen) @ ichweissbescheid

@ichweissbescheid
Sie beantworten Fragen, die nicht gestellt worden sind, indem Sie Märchen aus der Kinderbuchabteilung erzählen.

Was soll Ihr Beispiel? Mit einem Beispiel kann man in logischer Hinsicht überhaupt nichts beweisen, aber es genügt ein Beispiel, um eine These zu widerlegen.

Ihre wunderschöne Geschichte hat nämlich nicht nur einen kleinen "Schönheitsfehler". Was ist zum Beispiel, wenn der Herr Abteilungsleiter mit 41 Jahren arbeitslos wird und keine neue Stelle mehr findet, weil den derzeitigen Vorständen und Aktionären die Rendite des Unternehmens zu gering war und der Unternehmenszweig deshalb wegrationalisiert worden ist. Dann geht es nämlich nicht mehr darum, ob man sich "viel Luxus", eine Segelyacht, mehrere Reitpferde, einen Ferrari als Zweitwagen und kübelweise feinen Champagner leisten kann, sondern ob man den Kindergartenbeitrag und die Raten für das EFH noch zahlen kann, weil die Immobilie sonst ganz einfach von der Bank des Vorstandsvorsitzenden zwangsversteigert wird.

Darum geht es und nicht darum, ob es mir persönlich lieber wäre, wenn ich und nicht mein Nachbar 5 Mio. im Lotto gewinnen würde.

Aber diese Realität kommen in Ihrer Kinderbuchabteilung überhaupt nicht vor. Da muss nämlich jeder kleine Schüler mit 50 Euro Taschengeld im Monat nur die Ärmel seines T-Shirts hochkrempeln und richtig in die Hände spucken, dann wird er automatisch irgendwann ein großer Vorstandsvorsitzender und verdient 50 oder 100 Millionen Euro im Jahr, soviel wie 30.000 Lokführer oder Krankenschwester zusammen.

Auf welchem wirtschaftsromantischen Planeten leben Sie eigentlich? Die Erde kann das nicht sein.

Re: Märchen aus 1001-Nacht

ichweissbescheid, (vor 6222 Tagen) @ ichweissnochmehr

Entschuldigen Sie bitte, aber für Ihren Frust, Ihrer Arbeitslosigkeit betreffend, dafür kann ich nichts.

Thema Ende.

Re: Märchen aus 1001-Nacht

gkv-adm, (vor 6221 Tagen) @ ichweissbescheid

Hallo,

ich verstehe die Aufregung um die Gehälter der Kassen-Bosse nur wenig. Klar, dass auf Kassenkosten kein Viagra, Haarwuchsmittel o.ä.dem Vorstand bezahlt werden sollte. Klar ist auch, dass bei Bonuszahlungen die Voraussetzungen hierfür deutlich beschrieben sein müssen. Aber: was kann der Kassen-Boss dafür, wenn er privat versichert ist? Frau Schmidt ist auch bei der Debeka versichert. Wer sich im Versicherungsrecht auskennt, weiss , dass man/frau nicht einfach zwichen PKV und GKV hin- und her switchen kann wie es ihm/ihr gerade (politisch) opportun erscheint. Wenn der Kassen-Boss jetzt in seine BKK - Delphi wechseln würde, wäre das wahrscheinlich sogar gegen Recht und Gesetz. Und die Gehälter sind ja letztlich im Vergleich zur freien Wirtschaft noch "harmlos". Ich denke, höher sollten sie aber nicht werden, da die Kassen-Könige nach beamtrechtlichen Vorschriften abgesichert sind. Ein unternehmerisches Risiko ist also nicht vorhanden.

Tschüss

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