http://www.badische-zeitung.de/lokales/lokalausgaben/rheinfelden/1,51-16653565.html
Schaut mal was bei uns los ist!
Der BKK Landesverband lässt uns voll auflaufen!!!!
BKK-Fusion zum Oktober?
Staatsanwaltschaft ermittelt noch / Vorübergehende Beitragserhöhung auf 14,8 Prozent
Von unserer Redakteurin Ingrid Böhm-Jacob
RHEINFELDEN. Ganz so rasch wie geplant, wird die BKK Hochrhein-Wiesental doch nicht mit der mhplus als größter Betriebskrankenkasse im Land fusionieren. Die mit dem Landesverband abgestimmten Verhandlungen sind im Gange, allerdings prüft das Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde noch die Zahlen. Der Landesverband fasst als neuen realistischen Termin deshalb den 1. Oktober für die neue mhplus bkk in Rheinfelden ins Auge.
So lange bleibt der Übergangsvorstand Jochem Schulz im Dienst. Landesverbandssprecher Carlos Philipp betont auf Anfrage der Badischen Zeitung, dass es im Interesse des Landesverbandes sei, dass die Bilanzen und das künftige Organisationskonzept genau geprüft werden. Schließlich geht es im Zuge der Kassenfusion um das Geld der Versicherten. Und das bereits im Vorfeld. Sie werden mit August bis zum Zeitpunkt der Fusion nicht mehr mit 13,1 Prozent, sondern einem Beitragssatz von 14,8 Prozent zur Kasse gebeten. Die künftige neue Kasse mhplus bkk allerdings wird dann, wie Carlos Phi lipp sagt, den Monatsbeitrag wieder deutlich senken und mit voraussichtlich 13,9 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Die kurzfristige Steigerung gilt als notwendig, um mit anderen Krankenkassen einen Sozialfonds zu bilden, der sich am entstandenen 60 Millionen Euro-Defizit der BKK Hochrhein-Wiesental beteiligt. Wie hoch die genaue Schadenssumme ausfällt, ist derzeit noch offen. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen und auch noch keinen Zwischenbericht gegeben.
Der Beitragssprung soll für voraussichtlich zwei Monate gelten. Auch im Sozialministerium wird er als angemessen betrachtet. In Stuttgart wird darauf verwiesen, dass die Versicherten bisher von einem zu günstigen Beitrag profitiert haben und gilt als notwendig, damit ein bundes- oder landesweiter Sozialfonds eine Finanzhilfe leisten kann.
Die betroffenen 120 000 Versicherten und die Arbeitgeberseite, die dieser Tage einen freundlichen Brief der BKK Hochrhein-Wiesental erhielten, in dem für die durchschnittliche Verteuerung der Versicherung um 30 Euro im Monat mit dem Hinweis auf "attraktive Leistungen und zuverlässigen Service" um Verständnis geworben wird, sehen es aber nicht durchweg so entspannt. Die Seite der Betroffenen fühlt sich wie ein Versicherter sagt "unkorrekt" behandelt, wenn die "BKK-Misere" und der Ausgleich des Defizits zu ihren Lasten beglichen wird. Der Landesverband verbucht als Reaktion auch vereinzelte Kündigungen.