BKK Hochrhein (Gesetzliche Krankenkassen)

Horst, (vor 6863 Tagen)

Info am Rande:

BKK Hochrhein-Wiesental erhöht Beitrag zum 1.8.07 um satte 1,7 % auf 14,8 % und fusioniert dann ab 9/07 mit BKK mhplus.
Genau genommen wird aber die BKK H.-W. aufgefressen, den der Name mhplus bleibt.
Der Beitrag ab 9/07 soll angeblich auf bisherigem BKK mhplus-Niveau verbleiben - 13,3 %!
Wieder eine Kasse weniger aufm Markt

Re: BKK Hochrhein

Holzmichel, (vor 6863 Tagen) @ Horst

..nach den unschönen Vorgängen um falsche Statusmeldungen und damit zu geringen Zahlungen in den RSA-Topf, sicher für die Versicherten und die anderen BKKen im Bundesland die bestmögliche Schadensbegrenzung....

Re: BKK Hochrhein

Ilgen Bischfach, (vor 6863 Tagen) @ Holzmichel

Was ist das denn für eine Politik?
Will man so die letzten Mitglieder auch noch vergraulen?
Was hat eigentlich die BKK Hann & Mummel davon?
Es gibt ja auch noch eine BKK Fahr die eigentlich die Beiträge erhöhen wollte, was ist denn daraus geworden?
Müssen nur die Bawü-BKK"s für den Betrug aufkommen, oder wie bei der BKK für Heilberufe alle dieser Billigkassen?

Re: BKK Hochrhein wer kommt dafür auf?

Sven, (vor 6863 Tagen) @ Ilgen Bischfach

Auf deine Frage gibt es z. Zt. keine Antwort.
(Evtl. gibt es hier ein paar Insider und können mehr sagen?)

Rheinfelden , 15.07.07
Nur gucken, nicht anfassen
Die BKKs müssen das 60-Millionen-Loch der BKK Hochrhein-Wiesental stopfen.
Verhindern durften sie das Fiasko nicht


Es war einmal eine kleine Krankenkasse aus dem Dreiländereck, die zeigte es den Großen ihrer Zunft.
Die Beiträge so niedrig wie sonst fast nirgends im Land.
Das ließ die Zahl der Versicherten von 9000 im Jahr 1997
auf 120000 in 2007 steigen. Der Name der Kasse: BKK Hochrhein-Wiesental.
Doch das Märchen ist vorbei. In diesen Tagen wird klar, wie
die Kasse die niedrigen Beiträge finanziert hat.
Von 2000 bis 2006 hat sie dem Risikostrukturausgleich der Krankenkassen und der Pflegeversicherung mit
Fehlbuchungen 60 Millionen Euro vorenthalten.

Eine Prüfungskommission des Landesministeriums für Arbeit und Soziales ermittelt, Vorstand Karl-Heinz Hartmann und sein Stellvertreter Sven Mau sind suspendiert.
Der Abschlussbericht der Kommission wird wohl noch einige Wochen auf sich warten lassen.
Wer die Zeche zahlt, ist jetzt schon klar: die anderen Betriebskrankenkassen – ob bundesweit oder nur die baden-württembergischen steht noch nicht fest.
Das ist ärgerlich. Denn: Der Landesverband der BKKs muss zahlen, kontrollieren durfte er die BKK aber nicht.
Sprecher Carlos Philipp: „Der Verband hat kein originäres Prüfungsrecht. Das steht nur dem Ministerium zu.“
Haftung ja, Kontrolle nein. Der Verband ist auf die Prüfungskomission des Ministeriums angewiesen.
Diese prüft Krankenkassen wie die BKK Hochrhein alle
fünf Jahre. Das letzte Mal war das 2002. Damals sei nichts gefunden worden, so Susanne Huber, Pressesprecherin des Ministeriums. Erst ein Gerichtsverfahren gegen den Finanzbuchhalter der Krankenkasse, der 1,1 Millionen Euro veruntreut hatte, lässt die Prüfer im Januar aufhorchen.
Nach dem Fiasko sind die Beteiligten nun auf der Suche
nach einem Fusionspartner für BKK. Laut Philipp gebe es
bereits Interessenten. Wie das Millionenloch finanziert wird,
ist aber noch unklar. Philipp schließt Beitragserhöhungen
jedenfalls nicht aus. Falls eine
Fusion jedoch scheitert, ist die BKK in jedem Fall pleite.
Quelle: http://www.econo-online.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&artikel=738&m=24

Re: BKK Hochrhein wer kommt dafür auf?

Egon, (vor 6860 Tagen) @ Sven

Die Antwort steht sogar auf derselben Internetseite:

"Rheinfelden , 19.07.07
Fusion rettet BKK Hochrhein-Wiesental
Die BKK Hochrhein-Wiesental ist gerettet. Sie wird mit der Mhplus BKK aus Ludwigsburg fusioniert. Die 120 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben



Foto: BKK Hochrhein-Wiesental

Die BKK Hochrhein war in finanzielle Schieflage geraten. Jahrelang hatte sie Zahlungen an den Risikostrukturausgleich und an die Pflegeversicherung
unterschlagen. Im Juni war bekannt geworden, dass das ein Loch von rund 60 Millionen Euro gerissen hatte (Econo berichtete). Damit finanzierte die
Krankenkasse ihre niedrigen Beitragssätze. Vorstand Karl-Heinz Hartmann wurde inzwischen fristlos entlassen.
Grund für den Zuschlag an die württembergische BKK: Sie ist die größte BKK des Landes – und hat damit die nötigen finanziellen Mittel, um den Fehlbetrag auszugleichen. 22 Millionen Euro bringt sie als Mitgift in die Ehe.
Laut Mhplus BKK wird der Anteil ausschließlich über Rücklagen finanziert, die sich laut Vorstand Winfried Baumgärtner auf insgesamt 40 Millionen Euro
belaufen. Vier Millionen Euro muss die BKK Hochrhein-Wiesental zahlen.
Deshalb erhöht sie ihre Beiträge um 0,2 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent – und zieht damit mit dem Fusionspartner gleich. Die restlichen 24 Milllionen Euro schultern die BKKs im Land.
Die neue BKK hat 575 Beschäftigte und betreut an 15 Standorten rund 575.000 Versicherte.

Robert Schwarz"

Quelle: http://www.econo-online.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&artikel=731&m=24

Re: BKK Hochrhein wer kommt dafür auf?

Ilgen Bischfach, (vor 6860 Tagen) @ Egon

Ich kann ja mal später hier nach lesen ob ich recht hatte oder nicht!
Dieses wahnsinns Erhöhung um 1,7 % einem Monat bevor der große Retter mich übernimmt und dann soll dann wieder auf 13,3 % gesenkt werden?
Welcher Betriebswirtler oder Manager würde das seinen Kunden zumuten?
Wer gewährt leichtfertig ein Sonderkündigungsrecht?

Da stimmt irgendwas nicht.........

Re: BKK Hochrhein wer kommt dafür auf?

Infogeber, (vor 6859 Tagen) @ Ilgen Bischfach

Hallo Ilgen,

die Erhöhung muss durchgeführt werden, damit die anderen
BKK´n im Verbund (Bundesland) sich an den Schulden beteiligen. So will es die Gesetzgebung. Ist also reine Formsache, damit die "aufnehmende" Kasse nicht alle Schulden selbst tragen muss ( was hier aber immer noch rund 25 Mio. sein werden!). 4 Mio. muss die Hochrein BKK selbst tragen.

Gruß

Re: BKK Hochrhein

Ingrid, (vor 6849 Tagen) @ Holzmichel

Immer das selbe. Erst super billig, dann teurer als alles andere.

Und die mhplus kann den Beitrag mit 26 Mio Schuldenübernahme ganz sicher nicht halten. Auch wenn die heute was anderes versprechen. Heute ist der 17.8.07 und man weiß immer noch nichts vom neuen Beitragssatz ab 1.9.07!? Das wars dann auch bei denen. Ich geh wieder zurück zu meiner GEK.

Da weiß ich was ich habe. Bei denen muß ich auch nicht aufpassen, wenn ich einen Wahl-Tarif in Anspruch nehme. Die binden mich nicht für drei Jahre... und super Leistungen gibts oben drauf. . . . und die mhplus?

BKK HWT fussioniert später!

Ich, (vor 6849 Tagen) @ Ingrid

http://www.badische-zeitung.de/lokales/lokalausgaben/rheinfelden/1,51-16653565.html


Schaut mal was bei uns los ist!
Der BKK Landesverband lässt uns voll auflaufen!!!!


BKK-Fusion zum Oktober?
Staatsanwaltschaft ermittelt noch / Vorübergehende Beitragserhöhung auf 14,8 Prozent

Von unserer Redakteurin Ingrid Böhm-Jacob

RHEINFELDEN. Ganz so rasch wie geplant, wird die BKK Hochrhein-Wiesental doch nicht mit der mhplus als größter Betriebskrankenkasse im Land fusionieren. Die mit dem Landesverband abgestimmten Verhandlungen sind im Gange, allerdings prüft das Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde noch die Zahlen. Der Landesverband fasst als neuen realistischen Termin deshalb den 1. Oktober für die neue mhplus bkk in Rheinfelden ins Auge.

So lange bleibt der Übergangsvorstand Jochem Schulz im Dienst. Landesverbandssprecher Carlos Philipp betont auf Anfrage der Badischen Zeitung, dass es im Interesse des Landesverbandes sei, dass die Bilanzen und das künftige Organisationskonzept genau geprüft werden. Schließlich geht es im Zuge der Kassenfusion um das Geld der Versicherten. Und das bereits im Vorfeld. Sie werden mit August bis zum Zeitpunkt der Fusion nicht mehr mit 13,1 Prozent, sondern einem Beitragssatz von 14,8 Prozent zur Kasse gebeten. Die künftige neue Kasse mhplus bkk allerdings wird dann, wie Carlos Phi lipp sagt, den Monatsbeitrag wieder deutlich senken und mit voraussichtlich 13,9 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Die kurzfristige Steigerung gilt als notwendig, um mit anderen Krankenkassen einen Sozialfonds zu bilden, der sich am entstandenen 60 Millionen Euro-Defizit der BKK Hochrhein-Wiesental beteiligt. Wie hoch die genaue Schadenssumme ausfällt, ist derzeit noch offen. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen und auch noch keinen Zwischenbericht gegeben.

Der Beitragssprung soll für voraussichtlich zwei Monate gelten. Auch im Sozialministerium wird er als angemessen betrachtet. In Stuttgart wird darauf verwiesen, dass die Versicherten bisher von einem zu günstigen Beitrag profitiert haben und gilt als notwendig, damit ein bundes- oder landesweiter Sozialfonds eine Finanzhilfe leisten kann.

Die betroffenen 120 000 Versicherten und die Arbeitgeberseite, die dieser Tage einen freundlichen Brief der BKK Hochrhein-Wiesental erhielten, in dem für die durchschnittliche Verteuerung der Versicherung um 30 Euro im Monat mit dem Hinweis auf "attraktive Leistungen und zuverlässigen Service" um Verständnis geworben wird, sehen es aber nicht durchweg so entspannt. Die Seite der Betroffenen fühlt sich wie ein Versicherter sagt "unkorrekt" behandelt, wenn die "BKK-Misere" und der Ausgleich des Defizits zu ihren Lasten beglichen wird. Der Landesverband verbucht als Reaktion auch vereinzelte Kündigungen.

Re: BKK HWT fussioniert später!

Heinz @, (vor 6836 Tagen) @ Ich

Boah das hört sich gar nicht gut an, was gerade so in den Zeitungen stehen. Aber 2 Monate bleib ich noch bei der BKK-Hwt, danach sinkt der Beitragssatz wieder runter.
Zumals man ja in den letzten Jahren wenig Beiträge gezahlt haben.
Lieber 2 Monate ca. 30 euro zahlen, als 2 Jahre den hohen Beitragssatz zahlen. Also ich warte noch ab!

Re: BKK Hochrhein

gerhard schattmann @, (vor 6840 Tagen) @ Holzmichel

Mir gefällt das überhaupt nicht die 14,8% und ich werde mich nach einer neuen Krankenkasse um schauen.

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