Re: KK Wechsel von IKK SWD - aber wohin? (Gesetzliche Krankenkassen)

Michael, (vor 6863 Tagen) @ Elgin Fischbach

Ja, aber alles fließt in einen Gesamttopf und wird anschließend wieder unter der gesamten Ärztschaft verteilt. Die Kopfpauschalen sind historisch gewachsen und entsprechend mit den KVn vereinbart. Manche Kassen, wie z. B. die IKK SWD haben neuerdings höhere Punktwerte auf einzelne -meist unbudgetierte- Leistungen vereinbart (zB. Impfungen, amb. Operationen, etc.). Diese attraktiven Tarife kommen dem Arzt bzw. der gesamten Ärztschaft aber tatsächlich erst bei Behandlung des Mitgliedes zu Gute und werden daher auch nicht pro Kopf an die KV gezahlt. Daher müsste ein solcher Patient eigentlich von den Ärzten mit Kusshand behandelt werden. Diese Regelung trift neuerdings auf Patienten der IKK SWD zu. Aber anscheinend hat sich dies bei der Ärztschaft noch nicht rumgesprochen. In díesem Zusammenhang sollte man berücksichtigen, dass das "gesünderer Klientel" mancher günstigen Kasse mit niedriger Kopfpauschale auch weniger oft ärztliche Behandlung beansprucht. Erst bei einer Angleichung der Morbidität ist über eine einheitliche K`pauschale nachzudenken.Ich muss allerdings zugeben, dass die Verringerung des Gesamtbudgets auf Grund des Wechsels zu einer Kasse mit geringerer Kopfpauschale fakt ist. In wie weit dieser Verlust allerdings dadurch wieder aufgefangen wird, indem der Preis einzelner ärztlicher Leistungen erhöht wird, ist noch nicht bekannt. Fraglich ist, warum die Kopfpauschale einer RSA-Zahler-Kasse höher ist als die einer RSA-Empfängerkasse.


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