Re: Prämie der BEK (Gesetzliche Krankenkassen)
Das ist doch Risikoselektion pur.
Den Mitgliedern, die man gern "von hinten sieht", wird natürlich kein Geld zum Bleiben geboten. Ganz im Gegenteil: Denen wird zum Teil sogar noch "wie nebenbei oder aus Versehen" die letzte Finanztest oder Focus-Übersicht mit billigen Kassen auf den Schreibtisch gelegt oder so.
Und viele von den "schlechten Risiken" landen ja auch gar nicht erst bei der BEK - weil sie schon vorher "abgeschreckt" werden. Sozialhilfeempfängern z. B. wird vor Ort in der Geschäftsstelle immer wieder die Auskunft gegeben, dass sie nur von einer zentralen Geschäftsstelle in den neuen Bundesländern betreut werden würden. Selbstverständlich ist das falsch - und nach Informationen an die Aufsicht und das Ministerium versicherte die BEK ja auch selbst, dass die Betreuung selbstverständlich auch für diese Personen vor Ort stattfindet. Doch da diese Strategie Erfolg hat (und sich die Sozialhilfeempfänger dann doch lieber woanders versichern) erfolgt der Hinweis zwar nicht mehr so offensichtlich - aber dennoch weiterhin.
Ganz ehrlich: Wenn eine gesetzliche Kasse es so nötig hat, derart tief zu sinken - dann ist das (jedenfalls in meinen Augen) alles andere als ein Qualitätsmerkmal!
Wer soll sich denn da noch gut aufgehoben fühlen? Man muss doch offenbar viel mehr befürchten, dass einem der Kassenwechsel nahe gelegt wird - sobald man doch mal etwas mehr Geld kostet.
Nachdenkliche Grüße